Rastmomentmessung

Das Messen von Rastmomenten an permanenterregten Elektromotoren ist mit den Prüfständen der rotabench® EPS-Serie ein Kinderspiel! Spannen Sie den Prüfling auf den Prüfstand, rufen Sie das Mess-Programm für "Rastmoment" auf, parametrieren Sie den Messablauf oder wählen Sie einen vorkonfigurierten Messablauf aus, drücken Sie auf "Start" und nach kurzer Zeit wird ihnen das Ergebnis präsentiert.

Theorie

 

 

Das Rastmoment ist ein Effekt der bei permanenterregten Elektromotoren - die besonders bei kleinen Drehzahlen - zu einem unruhigen Lauf und zu einer Schwankung des Drehmoments führt. Wir definieren das Rastmoment als das Moment, das beim Drehen eines nicht bestromten und nicht kurzgeschlossenen permanenterregten Elektromotors durch einen geeigneten Antrieb als Reaktionsmoment am Drehmomentsensor zu messen ist. Die Schwankungen des Drehmoments eines bestromten Motors bezeichnen wir - in Übereinstimmung mit der gängigen Fachliteratur - als Momentenwelligkeit.

Das Rastmoment eines nicht bestromten und nicht kurzgeschlossenen Motors ("Leerlauf") besteht aus 2 Komponenten: einer statischen Größe und einer Schwankungsgröße. Der Gleichanteil der Messdaten entspricht der Eigenreibung ("A", im Großen und Ganzen der Lagerreibung) des Motors, der dynamische Anteil ("C") ist das eigentliche Rastmoment, dass durch die relative Position der Rotor- bzw. Status-Nuten zu den Magneten entsteht.

Rastmoment

Messung

Messeinstellungen

Eine Rastmoment-Messung mit dem rotabench® EPS bzw. EPS/CT Prüfstand läuft folgendermaßen ab:

  • Der Bediener stellt die gewünschte Drehzahl, die Richtung sowie die Anzahl der Umdrehungen ein
  • der Bediner passt die Parameter für die Auswertung an und drückt auf Start.

Der Prüfling wird daraufhin vom Prüfstand angetrieben und die Messdaten werden erfasst. Die Messwerterfassung erfolgt winkelsynchon, getriggert durch die "Tics" des Encoders, bei einem 2048 Striche Encoder (Standard-Konfiguration bei der EPS-Serie) werden also pro Umdrehung 2048 Samples erfasst. Die Messung wird durch die Z-Spur des Encoders getriggert, dadurch wird sichergestellt, dass das 1. Sample immer an der gleichen Winkelposition des Motors erfasst wird.

Damit nicht immer alle Parameter für die Messung und die Auswertung von Hand eingegeben werden müssen, können die aktuellen Einstellungen in einer s.g. "Prüfkonfiguration" gespeichert und wieder abgerufen werden. Die Verwaltung der Prüfkonfigurationen ist direkt in die Maske, in der der Prüflauf konfiguriert wird, integriert, um dem Benutzer einen schnellen Zugriff auf die gespeicherten Prüfkonfigurationen zu ermöglichen.

Filter

Um den Prüflauf - sofern nötig - besser an die speziellen Gegebenheiten des Prüflings anpassen zu können besteht die Möglichkeit die Messdaten mit einem Ordnungsfilter zu filtern. Der Ordnungsfilter kann entweder so konfiguriert werden, dass nur bestimmte Ordnungen in die Auswertung mit einbezogen werden, bzw. bestimmte Ordnungen ausgeschlossen werden, es lassen sich aber auch Ordnungs-Bereiche angeben die mit einbezogen bzw. ausgeschlossen werden sollen.

Messdatenerfassung

Bereits während der Messung werden die erfassten Messdaten in einem Graphen (Moment über Winkel) dargestellt. So kann der Bediner ggf. schon während des Messlaufes erkennen, ob ggf. ein Problem besteht, das zu einer Fehlmessung führen könnte. In so einem Fall kann die Messung natürlich sofort abgebrochen werden, entweder durch Betätigen des "Stop"-Buttons in der Software oder einfach in dem eine Schutztür geöffnet wird. Beides führt zum sofortigen Stillstand des Prüfstands und zum Abbruch der Messung.

Messdaten

Auswertung

numerische Auswertung

Die Auswertung der Messdaten erfolgt direkt im Anschluss an den Messlauf und besteht aus 3 Teilen:

  • der numerischen Auswertung, inclusive einer IO/NIO-Anzeige, die die Prüfung anhand der eingestellten Grenzwerte bewertet
  • einer graphischen Auswertung bei der der ausgewertete Verlauf des Momentes über 360° dargestellt wird
  • sowie eine Ordnungsanalyse des dynamischen Anteils des Momentenverlaufs

Datenablage

Die Rohdaten, sowie das Messergebnis werden automatisch nach jedem erfolgreichen Messlauf in der Datenbank abgelegt und können über die Messdaten-Verwaltung aufgerufen und exportiert werden. Alternativ dazu besteht auch direkt in der Auswertung die Möglichkeit die Daten der letzten Messung über einen Mausklick in eine CSV-Datei zu exportieren

123
 
eMail an den Webmaster Kontakt | Impressum © 2013-2018 bepat GmbH & Co. KG